Längste laufende Studie zu offenen Forschungspraktiken zeigt hohe Akzeptanz bei Forschenden – dennoch bestehen Anerkennungslücken und regionale Unterschiede
Digital Science, Figshare und Springer Nature veröffentlichen neue Ergebnisse in The State of Open Data 2025: Ein Jahrzehnt des Fortschritts und der Herausforderungen
London | New York | Berlin, 26. Januar 2026
Die 10-jährige Jubiläumsausgabe des State of Open Data Reports, veröffentlicht von Digital Science, Figshare und Springer Nature, zeigt, dass Open Data fest in der Forschungspraxis verankert ist. Das Bewusstsein für FAIR-Prinzipien[1] ist inzwischen weit verbreitet, KI verändert Forschungsworkflows grundlegend, und die Unterstützung für Offenheit bleibt hoch.
Der Bericht, der nun im zehnten Jahr erscheint, ist die längst laufende Studie zu Verhalten und Einstellungen im Bereich Open Research. Durch die Kombination von Umfragedaten aus mehr als 4.700 Antworten aus 151 Ländern mit globalen Expertenperspektiven von Forschenden, Bibliothekar:innen und politischen Entscheidungsträger:innen bietet er einen bislang einzigartigen Einblick in Herausforderungen und Chancen offener Forschung. Gleichzeitig zeigt er Fortschritte auf und definiert Prioritäten für das kommende Jahrzehnt.
Zentrale Ergebnisse:
Offene Forschungspraktiken finden breite Unterstützung: 88,1 % befürworten Open Access, 80,9 % unterstützen Open Data und 75,7 % sprechen sich für Open Peer Review aus. Forschende schätzen Offenheit, benötigen nun jedoch praktikable Workflows, um sie nachhaltig umzusetzen.
Fortschritte trotz anhaltender Hürden: Das Bewusstsein für FAIR hat sich seit 2018 nahezu verdoppelt; die Vertrautheit mit den FAIR-Prinzipien ist von 15,2 % im Jahr 2018 auf 40,6 % gestiegen. Dennoch bleibt die Anerkennung für Datenfreigabe unzureichend: 69,2 % der Forschenden geben an, zu wenig Anerkennung für das Teilen von Daten zu erhalten. Die Berücksichtigung von Datenfreigabe in der Forschungsbewertung ist entscheidend für nachhaltigen Fortschritt.
Regionale und disziplinäre Unterschiede bei nationalen Mandaten bestehen fort: Die Unterstützung für nationale Vorgaben variiert weiterhin stark, und disziplinäre Unterschiede bleiben bestehen – ein Zeichen dafür, dass sich der frühe Konsens mit zunehmender Praxiserfahrung weiterentwickelt. Australien (Rückgang von 63,2 % Zustimmung im Jahr 2016 auf 27,4 % im Jahr 2025) und Brasilien (von 64,7 % auf 39 %) verzeichneten die stärksten Rückgänge. Indien hingegen blieb stabil (59,8 % im Jahr 2016 und 54,7 % im Jahr 2025). Dies unterstreicht die Bedeutung, politische Vorgaben mit alltagsnaher Unterstützung und Infrastruktur zu verbinden, die das Teilen praktikabel und wiederverwendbar machen.
Der Einsatz von KI zur Unterstützung offener Praktiken nimmt zu: Die aktive Nutzung von KI für die Datenverarbeitung stieg von 22,1 % im Jahr 2024 auf 31,9 % im Jahr 2025; die Erstellung von Metadaten nahm von 16,1 % auf 25,1 % zu. KI und Interoperabilität werden eine zentrale Rolle dabei spielen, Offenheit nahtlos, automatisiert und vertrauenswürdig zu gestalten – während Ethik, Forschungssicherheit und klare Standards zukünftige Rahmenbedingungen prägen.
Mark Hahnel, VP of Open Research bei Digital Science und Gründer von Figshare, reflektiert das vergangene Jahrzehnt:
„Zehn Jahre Daten zeigen: Open Research ist keine Vision mehr – es ist gelebte Praxis. Doch der Fortschritt endet hier nicht. Forschende brauchen Systeme, die Offenheit belohnen, und Workflows, die das Teilen mühelos machen. Die Reform der Forschungsbewertung und die Ausrichtung von Anreizstrukturen werden entscheidend sein, um den Fortschritt nachhaltig zu sichern."
Graham Smith, Director Research Data Innovation bei Springer Nature, ergänzt:
„Kooperationen wie diese ermöglichen es uns, Forschende in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen. Ihre Perspektiven sind entscheidend, um sicherzustellen, dass Open-Science-Strategien, Infrastrukturen und Tools relevant, praktikabel und wirksam sind – sowohl zur Reduzierung der Arbeitsbelastung als auch zur Verbesserung der Datenqualität. Darüber hinaus erkennen wir, dass Offenheit ihren größten Wert dann entfaltet, wenn sie mit Qualität und klar belegten Vorteilen einhergeht. Deshalb arbeitet Springer Nature weiterhin mit Partnern und Initiativen in der Branche zusammen – darunter der State of Open Data Report, PathOS und Make Data Count –, um Standards mitzugestalten, praxisnahe Lösungen zu entwickeln und messbare Wirkung für die Forschungsgemeinschaft zu erzielen."
Lade den vollständigen Bericht über diesen Link herunter und entdecke weitere Ergebnisse: stateofopendata.com
Diskutiere mit unter #StateOfOpenData und registriere dich hier für unser Webinar am 11. Februar 2026.
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Springer Nature ist einer der weltweit führenden Wissenschaftsverlage. Das Unternehmen veröffentlicht die größte Anzahl an Fachzeitschriften und Büchern und gilt als Vorreiter im Bereich Open Research. Mit seinen führenden Marken, denen seit mehr als 180 Jahren vertraut wird, bietet Springer Nature technologiegestützte Produkte, Plattformen und Services, die Forschende dabei unterstützen, neue Ideen zu entwickeln und ihre Erkenntnisse zu teilen, Fachkräfte im Gesundheitswesen auf dem neuesten Stand der medizinischen Wissenschaft zu halten und Lehrende bei der Weiterentwicklung von Bildung zu unterstützen.
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d.ellis@digital-science.com
[1] FAIR, d. h. Findable, Accessible, Interoperable and Reusable
Aus dem Englischen übersetzt